Die ersten Wochen zu fünft – Ein Erfahrungsbericht

Puh – Der erste Monat zu fünft ist um.

Zeit für ein erstes Résumé des Familienlebens mit drei Kindern

Nachdem die ersten Tage ganz nach dem Motto kuscheln und kennen lernen verbracht wurde hatten wir eine Woche lang nacheinander mit einer ordentlichen Magen-Darm Episode zu kämpfen. Reihum hatten Hanna, Jonathan, Silja und letztendlich ich mit Übelkeit und den unangenehmen Nebenerscheinungen zu kämpfen. Unser Neuankömmling Paulina wurde zum Glück verschont. Allerdings hat uns das ein wenig das Wochenbett verhagelt, da ich ebenfalls anderthalb Tage flach lag (keine Männergrippe!).

Als für die beiden Großen der Alltag des Familienlebens wieder begann hatte ich die Möglichkeit einfach mal drei Wochen nur Papa zu sein. Begonnen mit Ostereierfärben, „wandern“ im Neandertal und Raumschiff aus Holz bauen, konnte ich mit den Kindern spielen und entdecken. Am Anfang war es ungewohnt wuselig bei uns zu Hause. Es ist für mich ein deutlicher Unterschied zu spüren auf die Bedürfnisse von drei Kindern einzugehen als auf zwei. Alle die mir bisher sagten, dass „das Dritte so nebenher läuft“ kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nur widersprechen. Alle drei haben ihre eigenen Interessen und möchten vor allem vom Mama beachtet werden.

Zudem ist keine 1:1 Betreuung mehr möglich ist, was so manche Situation schwieriger gestaltet.

Gerade bei unserem Sohn ist immer noch anzumerken, dass er nicht so unbefangen an die neue Situation heran geht wie seine zwei Jahre jüngere Schwester. Man hat bei ihm mehr den Eindruck, dass er um seine Stellung in der Familie bangt. Heute Abend sagte er zu meiner Frau, dass sie nur seine Mama sei und nicht die von Hanna und Paulina. Silja und ich versuchen ihm dann zu vermitteln, dass er uns noch genau so wichtig ist wie vorher, seine beiden Geschwister aber genauso Teil unserer Familie sind wie er.

Meine Tochter nimmt Paulina mit der Selbstverständlichkeit einer Zweijährigen an. Sie ist vollends in ihrem Element, wenn es darum geht ihre kleine Schwester zu wickeln. Auch wenn Paulina mal weint, ruft sie sofort: „Mama, Baby weint, Brust“. Ich frage mich so manches mal, ob diese Art von Bemutterung, die sie streckenweise zeigt, tatsächlich weiblich-genetisch vererbt ist. Wahrscheinlich gibt es diese Variante genauso wie ein völliges Desinteresse.

Unabhängig davon haben Jonathan und Hanna in der Zeit einen großen Schub gemacht. Hanna hat in der Zeit beschlossen keine Windel mehr zu brauchen und wir haben über Tag die Windel abgeschafft. Jonathan hat Fahrrad fahren gelernt, worauf er sehr stolz ist.

Jetzt hat mich der Arbeitsalltag wieder und ich hoffe, dass ich es schaffen kann nicht nur ein Gute-Nacht-Sag-Papa zu sein.

Mein Fazit

Drei Kinder zu bekommen war immer unsere bewusste Entscheidung (vielleicht nicht ganz so schnell hintereinander… ;-)) Jetzt haben Silja und ich das Gefühl komplett zu sein, zumal die Kinder auch noch alle unter fünf Jahren sind. Es stehen turbulente Zeiten vor uns, auf die ich mich wahnsinnig freue.

Vater sein ist…. spannend 🙂

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