Drei Gründe für ein Familienbett

Zusammen mit seinen Kindern im Familienbett zu schlafen kann den Familienalltag positiv beeinflussen. Damit es mit dem Familienbett gut funktioniert sollten allerdings auch einige Dinge beachtet werden. Es sollte ausreichend Platz vorhanden sein. Ein Familienbett auf 90 cm mit drei Personen oder mehr bringt keinerlei Entlastung.

Die Eltern dürfen keinen Alkohol trinken oder andere Drogen konsumieren. Dies beeinflusst das Schlafverhalten massiv und kann für das Kind dann sogar gefährlich werden.

Ebenfalls ist eine angemessene Temperatur zwischen 16-18 Grad Celsius empfohlen.

Als letztes sollte man natürlich auch noch gut darauf achten, dass Decken und Kissen nicht im Gesicht des Kindes landen können.  Bei uns hat sich ein Stillkissen als Kissenersatz bewährt, so wird meiner Frau beim Stillen auch noch gleichzeitig der Rücken gestützt.

Wenn diese Rahmenbedingungen erfüllt sind, gibt es hier die 3 Gründe für ein Familienbett:

1) Familienbett ist Bedürfnisorientiert:

Kinder haben einen natürliches Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit. Damit kann man Kinder nicht verwöhnen. Dass Kinder in ihrem eigenen Bett  schlafen sollen, ist eine Erscheinung der heutigen Zeit. In der Evolution bedeutete das alleine Schlafen ohne Anbindung an die Mutter oder andere Bezugspersonen Gefahr. Man darf hierbei nicht vergessen, dass das Kind im Gegensatz zu anderen Lebewesen „unreif“ zur Welt kommen und auf eine enge Bindung zur Mutter angewiesen ist.

2) Stressfrei für die ganze Familie:

Wenn das Baby gestillt wird, ist das Kind in unmittelbarer Nähe der Nahrungsquelle. Beim kleinsten Knöttern des Mini kann es an die Brust angedockt werden und danach weiter schlafen. Für uns Väter bedeutet dies meist (weitestgehend) ruhige Nächte. Unnützes Wissen am Rande: Die Schlafphasen von Mutter und Kind gleichen sich in der Regel an, so dass sich beide gleichzeitig in der Tiefschlafphase befinden. Wenn das Kind im eigenen Bett schreien muss, um auf sich aufmerksam zu machen, bedeutet dies für das Kind Stress (im übrigen für den Rest der Familie auch).

3) Einschlafen wird weniger zum Kampf

Auch wenn es nicht zwangsläufig zusammen gehören muss. Wenn man seine Kinder in den Schlaf begleitet verbindet das Kind keine negativen Gefühle mit dem Schlafen gehen. Hoffentlich sind die Zeiten der Methode „Jedes Kind kann schlafen lernen“ irgendwann vorbei.Vielmehr kann man die Zeit beim einschlafen mit seinem Kind nochmal nutzen um den Tag zu reflektieren. Die großartigsten Gespräche kann man in dieser Situation mit seinen Kindern haben, wenn man eine ruhige Atmosphäre schafft. Gerade für Papas, die viel Arbeiten, kann das zu einem sehr prägenden Moment werden. Einziges Risiko ist hierbei, dass man selber einschläft. 😉

Letztendlich müssen alle Eltern selber entscheiden, wie sie ihr Kind zum Schlafen bringen wollen und  was sie selbst bereit sind zu tun. Wir haben mit dieser sanften Methode durchweg positive Erfahrungen gemacht.

Literatur:

Wenn ihr mehr über dieses Thema wissen wollt. Es gibt großartige Literatur zu diesem Thema, beispielsweise

Schlaf gut, Baby" Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten

4 Gedanken zu “Drei Gründe für ein Familienbett”

  1. Ich bin für das Familienbett. Obwohl vor 30-40 Jahren keiner vom Familienbett geredet hat,haben wir es gehabt. Die Kinder schliefen mit Papa oder Mama ein und sie durften und konnten so oft wie sie wollten bei uns schlafen. Oft waren es gleichzeitig zwei oder sogar drei.
    Übrigens,nicht nut die Kinder sondern auch die Eltern haben dann ein schönes geborgenes Gefühl: Meine Kinder sind bei mir und ihnen kann nochts passieren…..

  2. Wir schlafen jetzt seit bald drei Jahren im Familienbett. Mittlerweile sind wir auch zu viert. Die Kleine schläft im Reisebettchen im selben Raum ein und dort auch meistens den ersten Teil der Nacht durch und die Große schläft immer im Familienbett. Sie schläft dort aber auch alleine ein. Ich finde solange sich damit alle wohl fühlen und jeder zu seiner Portion Schlaf kommt ist das die naheliegendste und bequemste Lösung. Never change a sleeping Baby ?

  3. Bei uns wurde das Familienbett wieder eingeführt. Die Kinder haben es eingefordert, wollen abends/nachts bei uns sein und mir fiel es zunehmend schwer, den bittenden Kinderaugen vorm Schlafengehen mit logischen Gründen zu entgegnen.
    Jetzt ist es zwar eng ( und manchmal wandert einer von uns aufs Sofa?) aber gleichzeitig sind die Kinder glücklich und ich automatisch auch?!

  4. „Die Kinder haben es eingefordert“ – na und? Ich würde meinen Kindern einen Vogel zeigen, wollten sie jede Nacht mit mir und meinem Partner in einem Bett schlafen. Habt ihr also alle eure Partnerschaft aufgegeben? Oder reichen euch eineinhalb bis zwei Stunden, nachdem eure Kinder dann endlich mal einschlafen? Habt ihr noch sowas wie Sex? Tauscht ihr Zärtlichkeiten auch mal intim und zu zweit aus oder müssen immer alle Kinder dabei zuschauen? Oder ist mit „und manchmal wandert einer von uns aufs Sofa“ die Sache dann (für eure Männer) auch gegessen? Ich finde die „Alles für die Kinder“-Mentalität ziemlich gefährlich. Und schade, denn Kinder entstehen ja eigentlich aus einer tollen Partnerschaft voller Liebe. Die wollte ich für meinen Teil auch nach der Geburt meiner zwei Kids beibehalten. Ich finde die Darstellung hier zu einseitig und ärgere mich darüber, dass auf Blogs wie diesen neben „Kinder haben“ sonst gar nichts mehr passiert.

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