Warten auf die Geburt – Ein Geduldsspiel

Das Ende einer Schwangerschaft ist immer mit Strapazen verbunden. Nicht nur meine Frau ist mit den Nerven am Ende, weil der Körper sie gnadenlos ausbremst. Ich merke ebenfalls, dass mir langsam die Geduld ausgeht. Es stellt sich die unweigerliche Frage, wann geht es endlich los. Sich auf die Couch setzen und warten lässt die Zeit aber noch zäher wirken. Das machen wir um die Wartezeit auf die Geburt zu verkürzen.

Urlaub um die Geburt

Ich habe das riesen Glück in einer Stadtverwaltung zu arbeiten und ein grandioses Team zu haben, welches mich sehr flexibel unterstützt. Demnach habe ich mit meinen Kolleginnen besprochen, dass ich Urlaub ab Geburt nehmen kann. Da ich eine Woche vor und vier Wochen nach Termin keine Termine mehr vergeben habe, saß ich bei der Arbeit zwischenzeitlich etwas in der Warteschleife. Nach dem eigentlichen ET (errechneter Termin) habe ich, um Silja zu unterstützen, „spontan“ meinen Urlaub begonnen, damit ich sie unterstützen kann. Meine Elternzeit nehme ich aus finanziellen Gründen erst etwas später, da die Bearbeitung des Elterngeldes meist etwas dauert. Ich weiß, dass dies in der freien Wirtschaft nicht so leicht ist, allerdings gibt einem keiner die erste Zeit mit dem Kind zurück. Pflichtbewusstsein hin oder her, arbeiten geht man noch lange genug.

Kleinere Aktionen planen

Nichts ist schlimmer, als auf der Couch zu sitzen und zu warten bis die Geburt losgeht. Deswegen suchen wir uns bewusst jeden Tag etwas, auf das man sich freut oder was man noch erledigen möchte. Wir waren beispielsweise schön Essen oder Frühstücken. Bei schönem Wetter sollte man unbedingt auch raus gehen, im Wochenbett ist das nicht immer möglich. Ein Eis in der Frühlingssonne macht die Wartezeit direkt attraktiver.

Wir sind auch auf der Suche nach einem neuen Auto (Dies wird nochmals Thema zusammen mit meinem Freund Andreas von benzinfieber.de ) Bei drei Kindern mit dicken Kindersitzen ist leider nicht mehr jedes Auto geeignet.

Vorkochen

Wochenbett heißt Bettruhe für Frau und Kind. Ebenfalls ein Grund warum ich recht viel Urlaub genommen habe. Nicht nur die Versorgung von Jonathan und Hanna sind dabei meine Aufgaben. In der Zeit vor der Geburt kochen wir fleißig vor, damit die Tiefkühltruhe gut gefüllt ist und man Zeit zum Spielen mit den Kids hat. Alles was man gut einfrieren kann ist dabei erlaubt. Bolognese und andere Nudelsoßen sind dafür prädestiniert, aber auch eingerollter Pizzateig, Suppe oder Gulasch  eignen sich hervorragend zum Vorkochen.

Letztendlich versuchen wir uns damit zu trösten, dass jeder Tag welcher vergeht auch ein Tag ist an dem man der Geburt ein Stückchen näher kommt.

Vater sein ist…. Geduldssache

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