Unsere Kinder sind Traglinge- Tragen aus Sicht eines Vaters

Alle unsere Kinder wurden von uns, entweder im Tuch oder in einer Trage, getragen. Durch den Beruf von Silja (Hebamme) hatten wir bereits vor der Geburt von Jonathan den Plan unseren Jungen zu tragen. Dafür hatten wir uns vor der Geburt Tragetücher gekauft und uns mit dem Binden der Tücher beschäftigt. Was am Anfang nach einem halben Hochschulstudium für mich aussah konnte man(n) am Ende doch einigermaßen gefahrlos binden. Als Jonathan dann da war, so bilden wir es uns zumindest ein, mochte er nicht gerne im Kinderwagen liegen, so dass die Tragetücher und Tragen, welche wir uns angeschafft hatten eine tolle und schreilose Alternative boten und der Kinderwagen mehr und mehr zur Dekoration im Hausflur wurde.

Auch bei unserer Tochter Hanna war die Trage unser stetiger Begleiter. Durch Durchprobieren und Ausprobieren der verschiedenen Tragen und Tücher hatte jeder von uns seine Lieblingstragen, welche im Alltag genutzt werden.

Auch Paulina wird wieder überwiegend getragen, von mir vor allem abends, wenn Silja die beiden „Großen“ ins Bett bringt. So haben Jonathan und Hanna noch ein bisschen Qualitätszeit mit ihrer Mama und können kuscheln.

Was ich am Tragen so toll finde! – Als Papa

Tragen war und ist meine Möglichkeit viel Körperkontakt mit meinen Kindern zu haben. Außerdem empfinde ich das Tragen als überaus praktisch. Wenn Silja die anderen Beiden ins Bett bringt kann ich mich entweder um den Haushalt kümmern, einkaufen gehen oder hier sitzen und schreiben 😉 . Trotzdem habe ich meine Tochter ganz nah bei mir. Unsere abendlichen Spaziergänge haben schon ein bisschen Tradition. Ich genieße es, nach einem Bürotag noch eine Runde raus zu gehen und etwas abzuschalten und dabei meine Tochter beim Schlafen zu beobachten. Meist wird Paulina vorher nochmal ordentlich gestillt und sie beginnt dann ihren Nachtschlaf in der Trage. Das ist unser Moment des Tages.

Dazu kommt, dass ich keinen Kinderwagen mit mir schleppen muss. Das empfinde ich gerade in vollen Läden als unglaublich praktisch. Kein manövrieren durch enge Gänge oder Umwege, weil man irgendwo nicht durch kommt. Zudem nimmt eine Trage auch nicht den halben Kofferraum in Anspruch, ebenfalls ein klarer Punktesieg an die Trage. Ähnlich wie mit einem Buggy haben wir auch die Trage mitgenommen als die beiden Großen bereits laufen konnten. So hatten sie immer die Möglichkeit, wenn sie nicht mehr laufen wollten auf den Rücken aufzusteigen und sich auszuruhen, wenn sie nicht mehr laufen konnten oder wollten.

Vielleicht ist es auch Typbedingt, aber unsere Kinder haben alle wenig geschrien, auch das schreibe ich gerne dem Tragen zu. Wobei man dem Tragen tatsächlich nachsagt, dass Kinder durch viel Körperkontakt zufriedener sind, weniger Verdauungsprobleme und demzufolge weniger Bauchschmerzen haben und deswegen weniger weinen. Kinder sind eben Traglinge.

Vater sein ist…. Liebe im Gepäck

 

Emeibaby<– Dieses gute Stück haben wir auch und gehört zu meiner Lieblingstragen

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