Schulpflicht- Rückstellung in NRW

Es ist bei uns zu Hause im Augenblick das vorherrschende Thema am Abend. Wie können wir verhindern, dass Jonathan nächstes Jahr mit gerade mal 5 Jahren eingeschult wird. Dazu möchte ich am Anfang einmal sagen, dass Silja und ich keine Schulgegner sind und auch die Schulpflicht als solche für absolut sinnvoll halten. Was uns stört, ist das fehlende Mitbestimmungsrecht, welches Eltern in NRW bei diesem Thema haben und so auch die Bedürfnisse und der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes nicht berücksichtigt werden.

Aber der Reihe nach!

Jonathan ist am 30.09.2012 geboren. Damit ist er laut dem Schulgesetz von NRW gemäß § 35 (SchulG – Nrw) für das Jahr 2018 Schulpflichtig. Das bedeutet, dass Jonathan bei der Einschulung 5 Jahre ist und erst im Laufe des Schuljahres sechs Jahre wird. Unser Sohn ist ein völlig normal entwickelter Junge, kognitiv voll auf der Höhe und wirklich wissbegierig. Allerdings kommen wir und auch die Erzieherinnen in der Kita zu der Einschätzung, dass ihm ein weiteres Jahr in der Kita gut täte um seine sozial- emotionale Entwicklung reifen zu lassen. Führende Experten in der Hirn- und Lernforschung geben diesbezüglich ebenfalls die Empfehlung, dass Kinder nicht mit 5 Jahren eingeschult werden sollten, da ihnen die nötige soziale- emotionale Reife fehlt. (Siehe Remo Largo – Schülerjahre)

Die Antwort von Yvonne Gebauer (Auszug aus der Mail)

In meinem Letzen Blogeintrag hatten wir unserer neuen Schulministerin einen offenen Brief bezüglich des Stichtages geschrieben, worauf am 28.08.2017 folgende Antwort kam:

Das Thema des individuell bestmöglichen Einstiegs eines Kindes in seine Schullaufbahn ist ein besonderes Anliegen von Frau Ministerin. Damit zusammen hängt auch eine an der individuellen Entwicklung eines Kindes orientierte Zurückstellung vom Schulbesuch.
Dieses wichtigen Themas wird sie sich daher zeitnah annehmen.
Im Hinblick auf die dazu im Koalitionsvertrag bereits getroffenen Aussagen werden bis zum Ende des für Ihren Sohn geltenden Anmeldezeitraums am 15.11.2017 sicherlich Entscheidungen zu diesem Thema getroffen worden sein.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie bitten, die diesbezüglichen Entwicklungen abzuwarten.

Auf den ersten Blick empfand ich diese Mail als höchst unbefriedigend, da es mMn eine typische Politikerantwort war, welche an Inhaltslosigkeit kaum zu überbieten war. Allerdings machte mich die Aussage nach dem Koalitionsvertag neugierig. Nach einer kurzen Internetrecherche konnte ich tatsächlich im Koalitionsvertrag einen Absatz finden, welcher uns Hoffnung auf eine Änderung macht:

Um für die Kinder an Grundschulen einen bestmöglichen Einstieg in die Schullaufbahn
sicherzustellen, streben wir einen verbesserten Übergang von der KiTa zur Grundschule
an. Der Entwicklungsstand gleichaltriger Kinder unterscheidet sich oftmals. Die Form der
Rückstellung soll sich daher an der Entwicklung des Kindes orientieren und ist neu zu
regeln

(Aus dem Koalitionsvertag zwischen CDU und FDP für das Land NRW) Hier der Link
Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf meine Petition hinweisen, damit dieses Anliegen wirklich auf der Tagesordnung landet.

Aber was tun in NRW?

Wir gehen dieses Thema auf einer ziemlich breit gefächerten Front an. Zum einen haben wir bereits Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen. Wir haben darum gebeten, dass wir im Voraus mit Ihnen über unseren Sohn sprechen können und haben den Wunsch einer Rückstellung aufgrund des geringen Alters bereits angekündigt.
Zudem haben wir einen engen Austausch mit den Erzieherinnen im Kindergarten, welche uns ihre Einschätzung ebenfalls schriftlich geben werden um etwas „in der Hand zu haben“.
Da wir Jonathan anmelden müssen, haben wir auch Kontakt zu einer Waldorfschule aufgenommen. Wir haben schon lange darüber nachgedacht, Jonathan in dieser Schulform beschulen zu lassen. Außerdem ist die Waldorfpädagogik dafür bekannt, sich gegen eine zu frühe Einschulung auszusprechen. Damit haben wir die Schule und den Kindergarten bei der Schuleingangsuntersuchung bereits auf unserer Seite und „Fürsprecher“ für unseren Rückstellungsversuch.
Als letzten Hoffnungsschimmer haben wir noch, dass Jonathan am 30.09.2012 geboren ist, denn im Schulgesetz § 35 Absatz 1 heißt es:

Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres.

Dies ist juristisch gesehen keine ganz eindeutige Aussage, da nicht explizit der 30. September mit eingeschlossen wurde. Ein Anwalt aus unserem näheren Umkreis bestätigte uns, dass diese Formulierung zumindest recht schwammig sei. Ob wir dies im Zweifel einklagen könnten, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen, allerdings liegt diese Option ebenfalls auf dem Tisch.

Natürlich wissen wir nicht, ob es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Allerdings können wir ruhigen Gewissens von uns behaupten, dass wir alles erdenklich getan haben.

Vater sein bedeutet… kämpferisch zu sein

Buchtipp: Schülerjahre: Wie Kinder besser lernen

 

20 Gedanken zu “Schulpflicht- Rückstellung in NRW

  1. Ich bewundere eure große Aktivität in dieser Angelegenheit und hoffe von ganzem Herzen,dass Jonathan ein Jahr länger den Kindergarten besuchen kann.
    Unser Besuch,der erfahrene Pädagoge,hat mir gesagt,dass in Finnland Elternwunsch das Gesetz ist. Es reicht nur eine Mitteilung,dass ich mein Kind erst ein Jahr später in die Schule schicken möchte. Die Kinder gehen in diesem vorzeige Schulland erst in dem Jahr in die Schule,wenn sie sieben werden.
    Es macht mich wütend,dass fremde Menschen über das Schiksal und Leben meines Enkelkindes entscheiden dürfen!!!

  2. Hallo,
    ich freue mich sehr, auf diesen Blog zu stossen. Wir sind mit unserem Sohn in der gleichen Situation und schreiben gerade ebenfalls an einem Brief an die Regierung.
    Vielleicht können wir ja in Kontakt bleiben.
    Herzliche Grüße,
    Meike

    • Hallo Meike, vielen Dank für deinen Kommentar! Wir können sehr gerne in Kontakt bleiben und uns gegenseitig austauschen. Es tut uns sehr gut zu sehen, dass wir mit diesem Thema nicht alleine sind! Für weiteren Austausch kannst du mir gerne unter sebastian.zerwas@gmx.de eine Mail schreiben 🙂

      Lg, Sebastian & Silja

  3. Hallo, wir sind in der gleichen Situation und auch ich habe bereits das Schulministerium kontaktiert, weil wir einen Antrag auf Zurückstellung für unseren Sohn stellen werden. Ich habe exakt den gleichen Wortlaut als Antwort erhalten.
    Für uns ist es ein Hoffnungsschimmer und etwas, worauf wir uns auf alle Fälle berufen werden. Die Chance, dass das Gesetz so schnell wirklich geändert wird und auf die kommenden Schulkinder 2018 schon Anwendung findet, ist gering, aber allein die Tatsache, dass selbst die aktuelle Regierung diesen Missstand bereits im Koalitionsvertrag festgehalten hat, ist ein wichtiges Argument im Kampf für eine Zurückstellung in NRW! LG

    • Hallo Alessia,
      es tut so gut zu lesen, dass sich immer mehr Eltern bei uns melden, die in der gleichen Situation sind wie wir! Ich habe auch meine Bedenken, dass die Gestze so schnell greifen, dass das Schuljahr 2018/19 schon davon profetiert, zumal die Anmeldungen ja bereits im vollen Gange sind. Silja und ich haben beschlossen, dass Thema sehr offensiv bei den entscheidenen Stellen anzugehen. Im Zweifel wäre ich wohl auch zu einem Rechtsstreit bereit.

      Für weiteren Austausch kannst du mir auch gerne unter sebastian.zerwas@gmx.de eine Mail schreiben 🙂

      Lg, Sebastian

  4. Auch wir würden unseren Sohn gerne zurückstellen lassen (er ist am 21.8.2012 geboren).
    Als jüngster von fünf Kindern powert er hier zu Hause schon immer am Limit mit dem Gefühl mithalten zu müssen und dies wird für ihn in der Schullaufbahn nicht anders werden. Es würde ihm so gut tun einmal entspannt zurückgelehnt mit als Ältester seinen Weg zu gehen. Aus meinen bisherigen Schulerfahrungen bezweifle ich einfach, dass SCHULE es kann mit so jungen Kindern um zugehen. Leider fehlt dort die Blickrichtung und letztendlich müssen doch alle irgendwie mit schwimmen. In diesem Alter der Kinder macht es aber noch einen erheblichen Unterschied, ob man 6 Monate, oder sogar fast ein Jahr jünger ist als seine Klassenkameraden. Mir ist leider nicht so ganz klar, wie wir es am besten auf den Weg bringen unseren Sohn evtl. zurückstellen zu können. Vermutlich würde er es irgendwie auch hinbekommen zur Schule zu gehen, aber IRGENDWIE reicht uns nicht, er soll stark und selbstbewusst seine „Schulkarriere“ starten können. Würde mich über einen weiteren Austausch freuen und hoffe, dass wir vielleicht gemeinsam etwas bewegen können.
    Lg, Claudia

  5. https://www.google.de/amp/www.wz.de/amp/home/politik/nrw/nrw-schulministerin-erleichtert-spaetere-einschulung-1.2538757

    Hallo ihr Lieben,

    Mich beschäftigt das momentan auch sehr.
    Wir sind gerade nach 5 Jahren USA zurück nach Deutschland gekommen.
    Und haben nächste Woche einen Termin in der Schule zwecks Anmeldung. Ich möchte ihn zurückstellen lassen aufgrund einer drohenden Überbelastung und hoffe auf mein Gehör, viel Unterstützung und etwas Glück für meinen Sohn.

    Was sagt ihr zu dem Beitrag im Link?
    Gebt mir Hoffnung . Ich werde kämpfen auch bis zur Ministerin gehen.

  6. Hallo,

    Bleibt weiter am Ball. Wir haben es 2017 geschafft für unsere Tochter in NRW obwohl jeder sagte, lasst es sein .. keine Chance. Nun geht unsere Tochter nächstes Jahr zur Schule mit 7 Jahren.

    Liebste Grüße
    Nadine

    • Hallo Nadine, würdest Du einmal mit mir Kontakt aufnehmen? Unser Sohn soll im Sommer in die Schule (mit 6), aber wir sehen ihn emotional und sozial noch nicht so weit. Mich würde interessieren, wie genau es bei Euch geklappt hat. Bitte meld Dich gerne bei mir unter nicola (at) schaeper.org

  7. Hallo!
    Uns betrifft dieses Problem auch, zwar erst im Einschulungsjahr 2019, aber trotzdem können wir schon absehen dass unser (ebenfalls^^) Jonathan bis dahin nicht auf einmal genau so schulreif wirken wird wie die anderen Kita-Kinder seiner Gruppe die zum Teil fast ein Jahr älter sind…
    Was ich mich frage: Wann kann ich denn eine sichere Zusage bekommen, dass das mit der Rückstellung klappt? In unserer Kita (und sicher nicht nur bei uns) geht das Programm für die Vorschüler direkt nach den Sommerferien los… Ich will nicht, dass wir der Kita sagen er sei noch kein Vorschüler und dann muss er doch in die Schule- noch unvorbereiteter als so schon! Aber natürlich wäre es auch doof für ihn wenn er sich auf die Schule vorbereitet (und bestimmt dann auch freut) und es dann vor den Sommerferien heißt er sei doch noch kein Schulkind…
    Wie macht ihr das?
    LG!

  8. Hallo zusammen,

    unser Sohn wird am 19.08.2018 auch gerade erst 6 und soll bereits eingeschult werden. Die Waldorf Schule empfiehlt eine Rückstellung. Wir werden auch versuchen eine Rückstellung zu erreichen (Erftkreis).
    Die Untersuchung beim Gesundheitsamt steht noch aus. Wenn es etwas zu berichten gibt, schreibe ich hier gerne wieder rein.

    Bis bald
    Alex

  9. @Marina:genau das sind auch meine Gedanken dazu…Unser Sohn(24.9.2013)wird 2019 schulpflichtig, mit 5.
    Ich renne seit 2 Jahren mit ihm zur Ergo,Heilpädagogik etc.,weil er im sozial-emotionalem Bereich große Probleme hat und bei ihm der Verdacht auf Adhs besteht…Trotzdem sagt man uns,dass eine Rückstellung schwierig werden wird.Ich bin gespannt, wie das ganze sich entwickelt.
    Ich finde es auch wichtig, dass auch der Zeitpunkt der Entscheidung viel früher passieren muss als bisher(nicht erst 3 Monate vor Schulbeginn,die Kinder müssen ja darauf vorbereitet werden).
    Ich bin gern an Neuigkeiten interessiert.
    Gruß Ellen

  10. Hallo.

    Uns beschäftigt das Thema Rückstellung auch schon. Obwohl unsere Tochter erst 3 Jahre alt ist. (12.09.14) geboren. Ich finde es unmöglich, dass wir als Eltern nicht entscheiden dürfen wann unsere Tochter in die Schule geht. Und ich möchte ihr auch gern sämtliche Wege zum Psychologen oder Therapeuten ersparen. Ich hoffe sehr, dass sich in den nächsten 2 Jahren noch etwas in der Politik tut. Unsere Tochter ist die Jüngere von 2 Kindern und hat im Bereich Sozial und Emoltionalverhalten noch große Defizite.
    Ja. Wir haben noch Zeit. Aber ich bin mir sicher,ein Jahr mehr Kindsein zu dürfen würde ihr gut tun. Und dieses Thema hätte ich gern schon früh geregelt und sollte auch für die Kinder klar sein, wann sie zur Schule gehen.

  11. Hallo alle zusammen,

    auch wir sitzen mit im Boot.

    Unser Sohn Felix (24.07.2012) war schon immer ein besonderes Kind. Bei der großen Schwester lief immer alles gut und bei Felix ist jeder U-Besuch beim Kinderarzt und jedes Gespräch im KiGa eine Qual. Wir bekommen immer nur aufgezählt, was er alles noch nicht kann. Wir waren schon bei etlichen Untersuchungen. Er hatte Krankengymnastik und Frühförderung und bekommt im Moment Ergo und Logo. Zudem ist er Integrationskind im KiGa. Er ist sehr ängstlich, kann laute Geräusche nicht haben und hat etwa 2 Jahre Entwicklungsverzögerung.

    Die Untersuchung im Gesundheitsamt hatten wir schon. Die Amtsärztin wollte ihren Bericht mit der Empfehlung einer Rückstellung schreiben (ich durfte sogar lesen, was sie geschrieben hat), wurde dann aber von ihrer Vorgesetzten an die gesetzliche Lage erinnert und schrieb mir eine E-Mail, dass sie den Text wahrscheinlich so nicht lassen dürfe.
    Ihr könnt euch vorstellen, wie wütend ich war…
    Alle Fachärzte, die Logopädin, die Ergotherapeutin, die Neuropädiaterin sind für eine Rückstellung und trotzdem steht alles auf der Kippe.
    Jetzt habe ich noch erfahren, dass die KiGa-Leitung ihn nur weiter im KiGa nimmt, wenn der Integrationsantrag für das dann folgende Jahr bewilligt wird (das ist so gut wie unmöglich😢). Daher schrieb mir die Schulärztin, dass eine Rückstellung dann nicht sinnvoll/möglich sei.
    Am 16.1. haben wir ein Gespräch mit der Schulleitung der Grundschule, der Schulärztin und der KiGa-Leitung. Hier soll geklärt werden, was das Beste für Felix ist. Das kann ich eigentlich mit einem Wort beantworten – Rückstellung. Mal sehen, was da kommt…
    Ich versuche jetzt noch ein Gutachten einer Kinderpsychologin (für den ein oder anderen von euch vielleicht auch hilfreich) zu bekommen. Diese muss nur bestätigen, dass durch die Überforderung bei Einschulung ein seelischer Schaden nicht auszuschließen ist. Da Felix eh sehr ängstlich ist, hoffe ich auf ein entsprechendes Gutachten. Die Psychologin meldet sich am 8.1., 1 Woche Zeit🙈 bis zum Gesprächstermin…
    Wir werden kämpfen für Felix! Und wenn wir vor Gericht gehen müssen.
    Ich verstehe nicht, was die Leute davon haben, wenn die Kinder in die Schule gezwungen werden. Schlecht für das Kind, mehr Arbeit für die Lehrer, die dann auch noch weniger Zeit haben, sich um die anderen Kinder zu kümmern. Der bestehende Lehrermangel, die gescheiterte Inklusion, und dann wundern sie sich über schlechte Pisa-Ergebnisse.

    Liebe Grüße an euch alle und wir drücken für jeden Einzelnen von euch die Daumen, dass es mit der Rückstellung klappt!
    Tanja

  12. Habe genau das selbe Problem mein Sohn wird am 21.Juni 6 Jahre alt möchte ihn zürückschulen aber laut Kiga (WaldorfKiga) soll er in die Förderschule wegen seiner Sprachentwicklungsverzögerung. Das kommt nicht in Frage wir haben seit Mai Logo und ab Februar bekommt Ergo . Meint ihr ich kriege es auch hin mit der Zürückstellung? Wir haben Termin am 22.1 in der Schule Probe Unterricht da wird geguckt ob er sich konzentrieren kann und wie die Wahrnehmung ist😲
    Lg

  13. Wow, @Tanja!
    Das ist ja wirklich schlimm, was sie mit euch machen! Ich frage mich auch, wer denn was davon hat… Bei uns geht es ja „nur“ um die Soziale und emotionale Reife, aber auch da bin ich der klaren Ansicht dass genug Gründe für eine Rückstellung bestehen.
    Dein Satz zur Kinderpsychologin: „Diese muss nur bestätigen, dass durch die Überforderung bei Einschulung ein seelischer Schaden nicht auszuschließen ist.“ macht mir Mut! Wir haben auch bereits einen Termin. für uns zum Glück noch alles etwas entspannter…
    Ich drücke Felix und Euch die Daumen!!
    Marina

  14. Hallo hallo 😉
    Der Blogpost ist zwar schon etwas her, aber mich interessiert total, ob es inzwischen schon etwas Neues gibt bzgl. euer Rückstellung!

    Wir sind in einer ähnlichen Situation wie ihr (und die vielen anderen) und haben schon ein sehr unglückliches Gespräch mit der Rektorin der Schule hinter uns im November. Sie sagte nach 10 Minuten mit unserer Tochter: „Was sollen sie denn? Hier steht ein top fittes Vorschulkind“. Die Gutachten von Kinderarzt und Kindergarten in denen eine Rückstellung aufgrund der Unreife im sozial emotionalen Bereich aufgrund des Alters (geb. 18.09.12) befürwortet wird, hat sie überflogen und nichts dazu gesagt. Sie hat uns trotzdem einen vorgezogenen Termin beim Gesundheitsamt besorgt, der nun – 3 Monate später- morgen endlich stattfindet. Falls die Ärztin zu einem anderen Ergebnis kommen sollte, was die Rektorin sich nicht vorstellen kann (hahaha), müsste man sich dann nochmal mit dem Kindergarten zusamensetzen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiterlaufen wird.
    Hat denn jemand inzwischen mal etwas Positives bezüglich der angeblichen Lockerung des Gesetzes gehört?

  15. Wir befinden uns in einer ähnlich schlechten Situation. Meine Tochter wollte ich auch zurück stellen. Geburtstermin war 04.10.12 sie kam am 15.09.12.
    Gesonderter Termin beim Gesundheitsamt ergab sie hat in allen Bereichen Schwierigkeiten und sonderpädagogischen Förderbedarf mit einer einfachen Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung.
    Gestern fand der Test in der Kita statt. Beauftragt wurde eine Lehrerin von der Förderschule. Vorläufiges Ergebnis von ihr meine Tochter kann auf keinen Fall zur Regelschule. Sie hätte eine sozial-emotionale Störung und muss deshalb auf besagter Förderschule eingeschult werden.
    Für mich brach eine Welt zusammen. Also wenn es eine Lösung gibt oder sich abzeichnet bin ich auch interessiert. Bitte unter Mausi323@mail.de melden. Vielen Dank schon mal.

  16. Hallo,
    ich verfolge eure Beiträge hier auch mit großem Interesse, da wir unsere Tochter Valentina (geb. September 2013) von der Einschulung in 2019 zurückstellen möchten. Sie ist dazu auch noch ein Extremfrühchen ( errechneter Geburtstermin wäre Dezember gewesen!). Vor dem neuen Erlass hatte ich bereits ein kurzes Gespräch mit der Schulleiterin der Grundschule, dabei hat sie mir damals aber kaum Hoffnung gemacht, dass eine Rückstellung möglich wäre, da meine Tochter keine Entwicklungsverzögerung hat. Wir haben jetzt noch dir Hoffnung, dass es die Möglichkeit der Rückstellung aufgrund der körperlichen Entwicklung gibt, da unsere Tochter auch sehr klein und zierlich für ihr Alter ist. Hat jemand von Euch evtl. Erfahrungen? Und gibt es denn vielleicht schon Neuigkeiten bei euch bzgl. der Rückstellung für 2018? Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.

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