Back to the roots – Ein Monat ohne Smartphone

Vor einigen Tagen habe ich einen Artikel bei der Seite familiylab.de gelesen, welcher mich auf gewisser Weise nachdenklich gemacht hat. Die Überschrift des Artikels war: „Papa leg das Smartphone weg“ – Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige, der sein Smartphone immer bei sich trägt und auch, wenn ich eigentlich mit den Kindern spiele,  mal einen kurzen Blick drauf werfe, manchmal auch mehr. Eigentlich beschrieb der Artikel nicht viel mehr, als dass Kinder am Modell ihrer Eltern lernen und so Regeln bezüglich Medienkonsum besser akzeptieren können, wenn auch die Eltern sich nicht dauerhaft hinter einem kleinen Bildschirm verschanzen.

Aufgrund dieses Artikels kam mir die Idee einen Monat ohne Smartphone auszukommen und die üblichen Medien nur dann zu nutzen, wenn meine Kinder schlafen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht erreichbar sein will oder für den Notfall nicht erreichbar bin. Ich habe mir ein Nokia 3310 für knapp 50€ bestellt, da ich kein funktionstüchtiges Mobiltelefon mehr in der Schublade hatte. Mein Ziel ist es, den ganzen November mein Smartphone in der Schublade zu lassen. Das bedeutet, SMS statt WhatsApp, kein Facebook oder kleine Spiele am Smartphone. Lediglich abends, wenn die Kinder schlafen ist der Laptop „erlaubt“.  Bei einem Retrohandy wird die Versuchung wohl nicht so groß sein wie bei einem Smartphone mit FB und Co.

Aber warum das Ganze?

Nun, dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen möchte ich wissen, ob ich „Entzugserscheinungen“ habe. Wie wichtig einem solch ein Gerät ist, weiß man meist erst wenn man darauf verzichtet. Gerade abends im Bett vor dem Einschlafen bleibe ich oft länger wach als geplant, weil ich irgendetwas lesen oder schauen will. Ein positiver Nebeneffekt wäre, wenn ich ausgeschlafener wäre als sonst.

Zum anderen möchte ich, dass ich im Kontakt mit meinen Kindern nicht abgelenkt bin. Nach dem Artikel habe ich versucht mein eigenes Verhalten mit dem Smartphone zu reflektieren und musste mir eingestehen, dass mir einige Male einfielen, in denen meine Tochter vor mir stand und mir etwas erzählen wollte oder auf meinen Arm wollte, ich aber irgendwie mit meinem Smartphone beschäftigt war. Ich möchte wissen, ob es eine Wechselwirkung  im Umgang mit meinen Kindern gibt und ob sich eine Smartphoneabstinenz  positiv auf das Familienleben auswirkt.

Ich werde mir in diesem Monat immer mal wieder Notizen machen und zum Abschluss berichten, was sich für mich und meine Familie verändert hat. Sollte ich noch tapfere Mitstreiter motivieren können würde ich mich natürlich freuen.

Die Challange heißt: „Der smartphonefreie November.“ Machst du mit?

 

Vater sein ist… achtsam sein.

 

 

Der Artikel: Papa leg das Smartphone weg

Nokia 3310 (2017)

2 Gedanken zu “Back to the roots – Ein Monat ohne Smartphone

Schreibe einen Kommentar